Reisebericht 2005 · Rückweg

Augrabies Falls, der Ort des tosenden Lärms

Auf den glatten Felsen rutschen wir in unseren Flip-Flops, das Tosen kommt näher. Zum Glück führt ein Holzsteg bis an die Schlucht.

Die letzte nennenswerte Etappe unserer Namibiareise waren die Augrabies Falls in Südafrika. Von Upington ging es wieder Richtung Springbok, und die Wasserfälle lagen genau auf dem Weg.

Holzschild „Welcome to Augrabies Falls National Park, Place of Great Noise“ vor kargen Bergen
Eingang zum Nationalpark

Vorbei an großen Rosinenfarmen fuhren wir zum Nationalpark. Am Eingang zahlten wir brav unser Eintrittsgeld. Die Hitze war enorm und Schatten gab es kaum, wir waren froh über die Klimaanlage im Auto.

Den Namen hat der Ort von den Khoikhoi, er bedeutet so viel wie Ort des großen Lärms.

Glatte Granitfelsen, dahinter ein Holzsteg mit Geländer am Rand der Schlucht
Auf dem Weg zur Schlucht

Wir suchten den Parkplatz, stellten das Auto ab und gingen zu Fuß weiter. Vorbei an einem einladend wirkenden Swimmingpool, der allerdings etwas seltsam roch, zog es uns zum tosenden Lärm. Auf den glatten Steinen war es in Flip-Flops ziemlich rutschig. Zum Glück gab es einen Holzsteg, auf dem wir bis zu den Wasserfällen laufen konnten.

Holzsteg mit Geländer über den Felsen
Holzsteg
Wasserfall des Oranje in einer Felsschlucht
Die Augrabies Falls
Wasser stürzt über Felsstufen in die Schlucht
Wasserfall

Die Hitze war unglaublich. Und so sprangen wir auf dem Rückweg zum Auto trotz des seltsamen Geruchs in den blauen Pool. Neben dem Pool stand allerdings ein Kameldornbaum. Seine spitzen, sehr robusten Dornen liegen zu dritt angeordnet am Boden, und wer darauf tritt, merkt: Sie zerbrechen nicht, sie bohren sich durch den Schuh. Aua!

Zweige eines Kameldornbaums mit gefiederten Blättern und gelben Blütenkugeln
Kameldornbaum

Nach den Augrabies Falls ging es über Springbok zurück nach Kapstadt. Zehn erlebnisreiche Tage lagen hinter uns.

Auf dieser Reise haben wir so viel erlebt, dass sie uns noch lange in Erinnerung blieb. Und eines steht zumindest für mich fest: Das war nicht das letzte Mal, dass ich in Namibia war.

Heute, Stand Oktober 2026Die Augrabies Falls haben seit 2005 einiges abbekommen. Im Januar 2011 schoss der Oranje mit bis zu 4.800 Kubikmetern pro Sekunde durch die Schlucht, sonst sind es 30 bis 50, und im Juni 2011 waren nur drei Aussichtsplattformen offen. 2022 und 2023 wurden erneut drei beschädigt. Ein Reiseblog zählt vier offene Plattformen, ob es sechs oder sieben gibt, geben Quellen unterschiedlich an. Frag am Tor, welche Wege offen sind. Für internationale Erwachsene verlangt SANParks im Tarif bis 31. Oktober 2026 eine Tagesgebühr von R325 (Stand Oktober 2026).

Augrabies Falls, der Ort des tosenden Lärms: häufige Fragen

Was bedeutet der Name Augrabies?

Augrabies geht auf einen Namen der Khoikhoi zurück und bedeutet so viel wie Ort des großen Lärms, nach dem Tosen des Oranje in der Schlucht.

Sind alle Aussichtsplattformen an den Augrabies Falls offen?

Nach dem Hochwasser von 2011 und neuen Schäden 2022 und 2023 sind an den Augrabies Falls nicht alle Plattformen offen, ein Reiseblog zählt vier. Frag am Eingang, welche Wege begehbar sind.

Kann man an den Augrabies Falls Flip-Flops tragen?

An den Augrabies Falls sind die glatten Granitfelsen in Flip-Flops rutschig, und unter den Kameldornbäumen liegen Dornen, die sich durch dünne Sohlen bohren. Feste Schuhe sind die bessere Wahl.