Cape Cross liegt gut 120 Kilometer nördlich von Swakopmund an der Küstenstraße C34, auf Deutsch heißt die Landzunge Kreuzkap. Hier hat im Januar 1486 der portugiesische Seefahrer Diogo Cão ein Steinkreuz aufgestellt. Die meisten kommen aber wegen der Robben: Am Kap lebt eine der größten Kolonien von Kap-Pelzrobben der Welt.
- Diogo Cão stellt sein Kreuz auf
- 1486
- Robben im November und Dezember
- bis 210.000
- Robbenreservat und Nationales Erbe
- 1968
- nördlich von Swakopmund
- gut 120 km
Wie viele Tiere es sind, hängt vom Monat ab und von der Quelle. Die alte Seite sprach von 80.000 bis 100.000. Ein Faktenblatt der namibischen Botschaft nennt bis zu 210.000 Robben im November und Dezember, gezählt auf Luftbildern. Dann sind die Jungen geboren und die Kolonie ist am vollsten.
Ein Steg führt am Rand der Kolonie entlang, so dass du die Tiere aus der Nähe siehst, ohne sie zu stören. Die Kreuze stehen auf einem gepflasterten Platz über dem Strand.

Die Geschichte der Kreuze
Cão war der erste Europäer an dieser Küste. Das Kreuz, ein Padrão, ließ er schon in Portugal mit einer Inschrift versehen. Es dankte für die sichere Überfahrt und machte das Land zum Besitz des portugiesischen Königs.
Am 30. Januar 1893 ließ Korvettenkapitän Gottlieb Becker, Kommandant des Kriegsschiffs Falke, das verwitterte Original abbauen und nach Deutschland bringen. An seiner Stelle stand zunächst ein Holzkreuz. Bald darauf ersetzte es auf Befehl Kaiser Wilhelms II. eine Nachbildung aus Granit, nach der deutschen Wikipedia 1894, nach der englischen zwei Jahre nach dem Abbau. Ende des 20. Jahrhunderts kam aus privaten Spenden ein zweites Kreuz dazu, das dem portugiesischen Original näher kommt. Deshalb stehen heute zwei Kreuze am Kap.
Die Robbenkolonie

Die Robben am Kap sind Kap-Pelzrobben, auch Südafrikanische Seebären genannt. Sie gehören zu den Ohrenrobben und leben vom Fischreichtum des kalten Benguelastroms. Meist halten sich hier Weibchen mit ihren Jungen auf, die Bullen kommen zur Paarungszeit im Oktober dazu.
Viele Jungtiere werden nicht erwachsen. Davon leben Schabrackenschakale und Braune Hyänen, die du am Rand der Kolonie mit etwas Glück siehst. Weil die Robben viel Fisch fressen, gibt Namibia die Jagd auf sie frei, auch bei Cape Cross.

Stell dich auf den Gestank ein. Steht der Wind ungünstig, wird er heftig, und er hängt danach noch eine Weile in der Kleidung. Seit 1968 ist das Gebiet als Cape Cross Seal Reserve geschützt; die englische Wikipedia datiert das Reservat schon auf die frühen 1960er Jahre. Für den Eintritt brauchst du ein Permit, das du am Tor bekommst.
Heute, Stand Oktober 2026Das Original von Diogo Cão stand bis August 2019 im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Namibia hatte es 2017 zurückgefordert, im Mai 2019 beschloss das Museum die Rückgabe. Es ist seitdem in Namibia; wo es dauerhaft ausgestellt wird, war nach der deutschen Wikipedia noch offen. Seit dem 1. April 2026 ist Cape Cross ein Premium-Park: Ausländische Erwachsene zahlen 280 N$ pro Tag. Bei den Öffnungszeiten widersprechen sich die Angaben. Eine Broschüre der Botschaft nennt 8 bis 17 Uhr von Mitte November bis Juni und 10 bis 17 Uhr von Juli bis Mitte November, andere Seiten pauschal 10 bis 17 Uhr. Im Reservat gibt es heute einen Campingplatz und eine Lodge.
- Dauer
- eine bis zwei Stunden, mit Anfahrt ab Swakopmund ein halber Tag
- Kosten
- 280 N$ pro ausländischem Erwachsenen und Tag (Stand Oktober 2026)
- Wann
- Oktober bis Dezember, wenn die Bullen da sind und die Jungen geboren werden
Unser TippKomm erst nach 10 Uhr, dann ist das Tor zu jeder Jahreszeit offen. Fahr auf der Salzstraße langsam, bei Nebel wird sie glatt.
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Preise prüfen bei trivagoCape Cross: häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit für die Robben am Cape Cross?
Am vollsten ist die Kolonie am Cape Cross im November und Dezember, wenn die Jungen geboren sind. Die Bullen kommen schon im Oktober zur Paarungszeit dazu.
Wo ist das Originalkreuz von Cape Cross?
Das Steinkreuz von Diogo Cão kam 1893 nach Deutschland und stand bis 2019 im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Seit August 2019 ist es zurück in Namibia, am Kap stehen zwei Nachbildungen.
Wie stark stinkt die Robbenkolonie am Cape Cross?
Die Robbenkolonie am Cape Cross riecht kräftig nach Fisch und Kot, bei ungünstigem Wind sehr heftig. Der Geruch hängt danach noch eine Weile in der Kleidung.
