Südlich von Kongola liegen zwei Nationalparks hintereinander am Kwando. Mudumu beginnt rund 35 Kilometer südlich der B8, Busch und Mopanewald am Ostufer des Flusses. Ganz im Süden, wo der Kwando zum Linyanti wird, folgt Nkasa Rupara, ein Sumpf mit zwei Inseln, auf drei Seiten von Botswana umgeben. Beide Parks wurden am 1. März 1990 ausgerufen, wenige Tage vor der Unabhängigkeit Namibias.
- Nkasa Rupara nach Angaben des Ministeriums
- 320 km²
- Mudumu, genehmigte Fläche
- rund 1.010 km²
- Büffel in Nkasa Rupara, so viele wie nirgends sonst in Namibia
- rund 1.000
- von Kongola bis Sangwali, Routenplaner
- 73 km
Nkasa Rupara hieß bis 2012 Mamili-Nationalpark. Den neuen Namen hat er von den beiden Inseln Nkasa und Rupara. Das Ministerium nennt ihn das größte geschützte Feuchtgebiet des Landes und gibt 320 Quadratkilometer an, Travel News Namibia schrieb 2022 von rund 285. Nach starkem Regen steht bis zu 80 Prozent der Fläche unter Wasser. Nach der großen Flut von 2008 und 2009 war Nkasa jahrelang abgeschnitten, nur Rupara erreichst du über eine Piste. Im Park leben neben den Büffeln Elefanten, Flusspferde, Krokodile, Löwen, Rote Letschwe und Sitatunga.
Mudumu ist trockener. Durch die Mitte zieht sich ein fossiles Flussbett, der Mudumu Mulapo, dazu Mopane und Savanne. Einen Zaun oder ein Tor gibt es nicht. Genehmigt sind rund 1.010 Quadratkilometer, tatsächlich geschützt nach der englischen Wikipedia nur 737. Elefanten, Büffel, Wildhunde und Rappenantilopen ziehen frei zwischen Botswana, Sambia und Angola hin und her, denn beide Parks gehören zum grenzüberschreitenden Schutzgebiet KAZA. Für Vögel nennt das Ministerium je Park rund 430 Arten, die englische Wikipedia für Nkasa Rupara 450.
Anfahrt und Allrad
In Kongola biegst du von der B8 auf die asphaltierte C49 nach Süden ab, die mitten durch Mudumu führt. Genehmigung? Für die Durchfahrt brauchst du keine. Nach Routenplaner sind es 73 Kilometer bis Sangwali, dem Dorf am Nordrand von Nkasa Rupara. Von Katima Mulilo kommst du auf rund 130 Kilometer. In Sangwali lebte David Livingstone in den 1850er-Jahren, ein kleines Museum erinnert daran.
Nach Nkasa Rupara hinein kommst du nur über eine Brücke bei Sangwali. Dahinter fährst du nur mit Allrad und Bergeausrüstung, so schreibt es das Ministerium vor, denn die Pisten sind tief sandig oder nass, schlecht beschildert und nach Regen oft überflutet. Fahr deshalb mit mindestens zwei Wagen, so raten es Travel News Namibia und die Wikipedia. Mit eigenem Auto darfst du nur bei Tageslicht in den Park.
Läden und Tankstellen gibt es in beiden Parks nicht. Tank in Kongola oder Katima Mulilo voll und nimm Wasser und Essen für alle Tage mit. Die Parkgebühr zahlst du vorab im Büro des Umweltministeriums in Katima Mulilo oder Windhoek oder bei der Ankunft. Das nächste Krankenhaus steht in Katima Mulilo, rund 140 Kilometer entfernt.
Zelten oder Lodge
Ob du in Nkasa Rupara zelten darfst, darüber widersprechen sich die Quellen. Das Ministerium nennt zwei Plätze am Kwando, Mparamura (auch Nzalu) und Lyadura. Travel News Namibia schrieb dagegen 2015, der Park sei seit etwa zwei Jahren für Camper gesperrt, und 2022 noch einmal, Zelten im Park sei nicht erlaubt. Frag vorher im Büro in Katima Mulilo nach. Sicher sind die Plätze vor dem Park: Rupara Rest Camp liegt drei Kilometer nördlich des Eingangs, die Wuparo Conservancy hat einen eigenen Platz.
Nkasa Lupala Tented Lodge steht einen Kilometer vor dem Eingang, mit zehn Zelten auf Stelzen. Im Park selbst liegt das Jackalberry Tented Camp. Es hat vier Zelte in einer eigenen Konzession und ist im Februar geschlossen. Und im Mai 2026 hat der Anbieter Natural Selection auf der Insel Nkasa ein Camp mit sechs Zelten eröffnet, das einzige feste Camp dort. Bei den Lodges kannst du das Auto in Sangwali stehen lassen und dich abholen lassen.
In Mudumu zeltest du an den Plätzen von Nakatwa am Kwando, ohne jeden Komfort, also mit allem, was du brauchst, an Bord. Dazu gibt es im Park zwei private Lodges.
Regenzeit und Malaria
Der Regen fällt von November bis April, am meisten im Januar und Februar, in Mudumu 550 bis 700 Millimeter im Jahr. Dann sind viele Pisten kaum oder gar nicht befahrbar. Plan deinen Besuch deshalb für die Trockenzeit. Nach den Angaben des Ministeriums liegen beide Parks in einem Gebiet mit hohem Malariarisiko, und die Region Sambesi war 2026 der Schwerpunkt des Ausbruchs. Lass dich vor der Reise ärztlich beraten.
- Dauer
- zwei bis drei Nächte; Mudumu siehst du auf der C49 auch im Vorbeifahren
- Kosten
- Parkgebühr 200 N$ pro ausländischem Erwachsenen und Tag (Stand Oktober 2026)
- Wann
- Mai bis Oktober in der Trockenzeit; von November bis April sind viele Pisten nicht befahrbar
Unser TippFahr nicht allein mit einem Wagen in Nkasa Rupara hinein. Wer keinen zweiten Allrad dabeihat, lässt das Auto in Sangwali stehen und bucht die Pirschfahrten einer Lodge.
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Braucht man für Nkasa Rupara einen Allradwagen?
Für den Nkasa-Rupara-Nationalpark schreibt das Umweltministerium einen Allradwagen mit Bergeausrüstung vor. Travel News Namibia rät zu mindestens zwei Fahrzeugen, weil die Pisten sandig und nach Regen oft überflutet sind.
Darf man im Nkasa-Rupara-Nationalpark zelten?
Das Ministerium nennt für Nkasa Rupara zwei Plätze am Kwando, Travel News Namibia schrieb 2022 dagegen, Zelten im Park sei nicht erlaubt. Sicher zeltest du vor dem Park, etwa im Rupara Rest Camp drei Kilometer nördlich des Eingangs.
Kostet die Fahrt durch den Mudumu-Nationalpark Eintritt?
Für die Durchfahrt auf der asphaltierten C49 durch den Mudumu-Nationalpark brauchst du keine Genehmigung. Auf den Pisten abseits der Straße gilt die Parkgebühr.
Wann ist die beste Zeit für Nkasa Rupara und Mudumu?
Fahr in der Trockenzeit von Mai bis Oktober nach Nkasa Rupara und Mudumu. Von November bis April regnet es, und viele Pisten in den Parks sind dann kaum oder gar nicht befahrbar.
