Der Otjikoto-See liegt rund 20 Kilometer nordwestlich von Tsumeb, etwa 100 Meter neben der B1 zur Etosha. Von den Seen, die in Namibia von selbst entstanden sind, führen nur zwei das ganze Jahr Wasser. Er ist der kleinere. Entstanden ist er, als die Decke einer Höhle im Dolomit einbrach. Übrig blieb ein Loch mit senkrechten Wänden, das unter Wasser breiter wird als an der Oberfläche.
- ab Tsumeb an der B1
- rund 20 km
- Durchmesser, je nach Quelle
- 102 m
- tiefster Tauchgang, Grund unbekannt
- 145 m
- versenkte die Schutztruppe hier Waffen
- 1915
Wie tief der See ist, weiß niemand. Die Angaben reichen von 55 Metern bei Lonely Planet über 76 in der deutschen Wikipedia bis zu geschätzt über 142 Metern in der Allgemeinen Zeitung. Die Verwalterin des Denkmalrats sagte 2017, bis zum Grund sei noch kein Taucher gekommen, der tiefste Tauchgang habe bei 145 Metern geendet. Unten geht der See seitlich in Höhlen über. Auch beim Umriss gibt es zwei Zahlen: 102 Meter Durchmesser, oder 123 mal 102 Meter.
Der Name kommt aus dem Otjiherero und heißt tiefes Loch, nach ihm heißt die ganze Region Oshikoto. Die San nannten den See Gaisis, hässlich. Als erste Europäer kamen 1851 Francis Galton und Charles John Andersson vorbei, auf der Suche nach dem Ngami-See in Botswana.
Kanonen auf dem Grund
Im Juni 1915, kurz vor ihrer Kapitulation, warfen deutsche Soldaten Waffen, Munition und Gerät in den See, damit die südafrikanische Armee sie nicht bekam. Die größeren Stücke haben Taucher später geborgen, sie stehen heute im Museum von Tsumeb. Mindestens zwei Kanonen liegen noch unten, dazu scharfe Munition. Der Windhoeker Tauchclub hat einige Waffen auf einem Felsabsatz unter Wasser aufgestellt. Ein Tresor mit sechs Millionen Goldmark soll auch im See liegen. Gefunden hat ihn niemand.
Schon vorher hatten die Deutschen den See genutzt. Eine Dampfpumpe drückte sein Wasser zur Mine nach Tsumeb, Rohre und der eingemauerte Kessel sind noch zu sehen. Heute bewässert der See zwei Farmen in der Nähe.
Fische und Höhlen
Im See leben Fische, die nicht von hier stammen. Der Guinas-Buntbarsch kam ursprünglich nur im Guinas-See vor, rund 15 Kilometer entfernt, und wurde eingesetzt. Dazu kommen ein kleiner Maulbrüter und ausgesetzte Schwertträger. Oft heißt es, beide Seen seien unterirdisch verbunden. Bewiesen ist das nicht.
Nationaldenkmal ist der See nach der englischen Wikipedia seit 1972, die deutsche nennt 1955.
Am See
An der Einfahrt stehen ein Kassenhäuschen und ein Parkplatz, dazu kleine Kioske mit kalten Getränken und ein Laden mit Kunsthandwerk der Hai||om, einer Gruppe der San, die in der Nähe leben. Ein kurzer Weg führt zum Rand. Geh nicht zu nah an die Kante, die Wände fallen senkrecht ab. Schwimmen ist verboten, tauchen darf nur, wer eine Genehmigung des Denkmalrats hat. Polizeitaucher aus mehreren Landesteilen üben hier.
- Dauer
- eine halbe bis eine Stunde, ein Halt auf dem Weg zur Etosha
- Kosten
- 250 N$ pro Erwachsenem, Kinder von 8 bis 17 Jahren 200 N$, jüngere frei; laut namibian.org im August 2025 unverändert (Stand Oktober 2026)
- Wann
- täglich, nach Angaben der Verwaltung von 8 bis 17 Uhr (Stand 2017)
Unser TippHalt auf dem Weg von oder zur Etosha am See und fahr danach ins Museum von Tsumeb, wo die geborgenen Geschütze stehen. Beides zusammen passt in einen Vormittag.
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Preise prüfen bei trivagoOtjikoto-See: häufige Fragen
Wie tief ist der Otjikoto-See?
Die Tiefe des Otjikoto-Sees ist unbekannt. Die Angaben reichen von 55 bis über 140 Metern, und nach Angaben der Verwaltung von 2017 hat kein Taucher den Grund erreicht, der tiefste Tauchgang ging auf 145 Meter.
Wie ist der Otjikoto-See entstanden?
Der Otjikoto-See bei Tsumeb ist ein Karstsee. Die Decke einer Höhle im Dolomit brach ein, und übrig blieb ein Loch mit senkrechten Wänden, das sich unter Wasser weitet.
Darf man im Otjikoto-See schwimmen oder tauchen?
Schwimmen ist im Otjikoto-See verboten. Tauchen darf nur, wer eine Genehmigung des staatlichen Denkmalrats hat.
Ist der Otjikoto-See mit dem Guinas-See verbunden?
Eine unterirdische Verbindung zwischen dem Otjikoto-See und dem rund 15 Kilometer entfernten Guinas-See wird oft behauptet, ist aber nicht bewiesen. Der Guinas-Buntbarsch im Otjikoto-See wurde eingesetzt.