Das Sossusvlei ist eine Salz-Ton-Pfanne mitten im Namib-Naukluft-Park, rundum von Sanddünen eingeschlossen. Hier endet der Tsauchab. Fast immer liegt er trocken. Nur in seltenen guten Regenjahren steht im Vlei für kurze Zeit ein See. Sossus heißt auf Nama blinder Fluss, denn der Tsauchab erreicht das Meer nie. Er versandet rund 50 Kilometer vor der Küste.
- Asphalt vom Tor in Sesriem, je nach Quelle
- 60 oder 65 km
- Sandpiste bis zum 4x4-Parkplatz
- 5 km
- hoch ist Big Daddy über dem Deadvlei
- rund 350 m
- Fläche des Deadvlei ohne die Dünenhänge
- rund 0,6 km²
Die Dünen ringsum gehören zu den höchsten der Welt. Wie hoch genau, darüber gehen die Angaben auseinander, sie reichen von 300 bis über 380 Meter über der Pfanne. Die höchste heißt Big Daddy. Ihr Orange bekommt der Sand vom Eisenoxid.
Gleich nebenan liegt das Deadvlei. Auch dorthin floss früher der Tsauchab, bis Dünen ihm den Weg abschnitten. Geblieben sind ein weißer, rissiger Lehmboden und die Gerippe von Kameldornbäumen. Sie starben im 14. und 15. Jahrhundert ab und verrotten in der trockenen Luft kaum.
Der Eingang liegt bei Sesriem, und das Tor öffnet bei Sonnenaufgang. Kurz dahinter lohnt die Elim-Düne einen Abstecher, am schönsten im ersten oder letzten Licht. Die Düne 45 heißt so, weil sie 45 Kilometer hinter dem Tor liegt. Sie ist das Fotomotiv schlechthin, entsprechend voll ist es dort.
Am Ende des Asphalts kommt der Parkplatz für normale Autos. Die letzten fünf Kilometer sind tiefer Sand, nur für Allrad. Wer keinen hat, nimmt den Shuttle. Zu Fuß ist das keine gute Idee: Im Sommer steigt das Thermometer im Lauf des Tages auf über 40 Grad, und der Aufstieg auf die Dünen kommt noch dazu.
Ins Deadvlei gehst du vom 4x4-Parkplatz zu Fuß über den Sand. Brich früh auf. Mittags wird es zwischen den Dünen sehr heiß, und Schatten gibt es dort keinen.
Rund um die Vleis leben vor allem Oryxantilopen, Springböcke und Strauße. Ihr Futter sind Pflanzen, deren Wurzeln bis ans Grundwasser reichen, und am liebsten die nahrhaften Schoten des Kameldornbaums, der seine Wurzeln besonders tief treibt. Auf den Dünen wächst die Nara, eine Pflanze, die es nur in der Namib gibt.
Heute, Stand Oktober 2026Seit dem 21. Juni 2013 gehört das Sossusvlei zum UNESCO-Welterbe Namib-Sandmeer. Um die Zufahrt gab es 2025 und 2026 ein Hin und Her. Am 1. Dezember 2025 kündigte der Shuttle-Konzessionär an, ab dem 15. Dezember keine Selbstfahrer mehr hinter den 2x4-Parkplatz zu lassen, nach Protesten wurde das verschoben. Im April 2026 setzte das Umweltministerium die Regel zum 1. Mai doch in Kraft, und an diesem Tag wurden Selbstfahrer gestoppt. Am 2. Mai 2026 hob das Ministerium sie öffentlich wieder auf. Seitdem darfst du mit eigenem Allrad die letzten fünf Kilometer bis zum 4x4-Parkplatz fahren, der Shuttle ist freiwillig, Busse und Lkw bleiben draußen. Ein Reiseblog schrieb im September 2026, die Sperre gelte weiter; frag am Tor in Sesriem nach. Das äußere Tor öffnet bei Sonnenaufgang, das innere eine Stunde früher, aber nur für Gäste im Park: Sesriem-Camp, Sossus Dune Lodge und Dead Valley Lodge. Das Sesriem-Camp der staatlichen NWR buchst du direkt bei NWR. Für den Shuttle nennen die Quellen 180 N$ bei NWR oder 250 N$ beim Konzessionär pro Erwachsenem, möglicherweise sind das zwei Shuttles. Die Parkgebühr liegt seit dem 1. April 2026 bei 280 N$ pro Tag für ausländische Erwachsene, vorher 150 N$.
- Dauer
- ein Vormittag ab Sonnenaufgang
- Kosten
- Parkgebühr 280 N$ pro ausländischem Erwachsenen und Tag, Shuttle 180 oder 250 N$ (Stand Oktober 2026)
- Wann
- ab Sonnenaufgang, mittags wird es sehr heiß
Unser TippFahr bei Toröffnung direkt durch bis zum Deadvlei und heb dir die Düne 45 für den Rückweg auf. Dann stehst du in der kühlsten Stunde zwischen den toten Bäumen.
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Sossusvlei und Deadvlei: häufige Fragen
Darf man 2026 mit dem eigenen Auto bis zum Deadvlei fahren?
Seit einer Bekanntmachung des namibischen Umweltministeriums vom 2. Mai 2026 dürfen Selbstfahrer mit Allrad wieder die letzten fünf Kilometer Sand bis zum 4x4-Parkplatz am Sossusvlei und Deadvlei fahren. Ohne Allrad nimmst du ab dem 2x4-Parkplatz den Shuttle.
Warum stehen im Deadvlei tote Bäume?
Die Kameldornbäume im Deadvlei starben im 14. und 15. Jahrhundert ab, als der Tsauchab das Vlei nicht mehr mit Wasser erreichte. In der trockenen Luft der Namib verrotten sie kaum.
Was bedeutet der Name Sossusvlei?
Sossus heißt auf Nama blinder Fluss, Vlei ist eine Senke. Der Tsauchab endet im Sossusvlei, ohne das Meer zu erreichen.
Wann öffnet das Tor zum Sossusvlei?
Das äußere Tor in Sesriem öffnet bei Sonnenaufgang. Gäste im Park, etwa im Sesriem-Camp, dürfen durch das innere Tor eine Stunde früher los.
