Der Waterberg ist ein Tafelberg aus rotem Sandstein, rund 200 Millionen Jahre alt. Seine Wände steigen bis zu 250 Meter über die flache Buschsavanne östlich von Otjiwarongo. Oben liegt der Waterberg-Plateau-Park, seit 1972 geschützt, zuerst für die Elenantilope. Heute ist er 405 Quadratkilometer groß.
- Fläche des Parks
- 405 km²
- über der Ebene ringsum
- bis 250 m
- gegründet als Schutzgebiet
- 1972
- ab Otjiwarongo
- rund 90 km
Auf dem Plateau haben die Behörden Breitmaul- und Spitzmaulnashörner wieder angesiedelt. Dazu kommen Büffel, im Mai 2018 waren es rund 1.600, sowie Rappen-, Pferde- und Leierantilopen, Leoparden und Geparde. Selbst fahren darfst du oben nicht. Auf das Plateau kommst du zu Fuß oder mit einer geführten Pirschfahrt von drei Stunden, morgens oder am späten Nachmittag, zu buchen im Büro des Camps.
Am Fuß der Wand liegt das staatliche Waterberg Rest Camp, früher Bernabé de la Bat, von Namibia Wildlife Resorts (NWR). Den Platz buchst du direkt bei NWR. Bis in die 2000er Jahre war der Waterberg Rückzugsort der letzten Kapgeier Namibias. Sie sind dort ausgestorben, mehr als 200 andere Vogelarten leben noch im Park.
Wanderwege ab dem Camp
Vom Camp aus gehst du ohne Führer. Ein leichter Rundweg von 3,9 Kilometern verbindet mehrere kurze Wege, darunter den Aloe Circle, den Fig Tree Walk und den Mission Way. Am Wegrand stehen die Reste des Hauses von Missionar Olpp. Direkt hinauf zum Aussichtspunkt am Plateaurand brauchst du rund 45 Minuten. Eine Karte mit allen Wegen gibt es an der Rezeption.

Gewandert wird am besten von Mai bis November. Mit Führer geht es in rund drei Stunden auch auf das Plateau. Weitere Wege gibt es auf privatem Land nebenan, etwa bei Waterberg Wilderness.
Der Waterberg 1904
Am 11. August 1904 griffen deutsche Kolonialtruppen unter Generalleutnant Lothar von Trotha die Herero am Waterberg an. Dort hatten sich über 60.000 Menschen mit ihren Herden gesammelt, Kämpfer und ihre Familien. Die Herero flohen nach Südosten in die Omaheke, eine Sandwüste. Am 2. Oktober 1904 befahl Trotha, jeden Herero innerhalb der deutschen Grenzen zu erschießen.
Rund 80 Prozent der Herero kamen in den folgenden Jahren ums Leben. Die Geschichtswissenschaft bezeichnet das Vorgehen als Völkermord. Am Waterberg liegt ein deutscher Soldatenfriedhof, 1984 kam dort eine Gedenkplakette für die gefallenen Herero hinzu. Am 14. August 2004 entschuldigte sich die deutsche Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul im nahen Okakarara.
Heute, Stand Oktober 2026Seit dem 1. April 2026 gehört der Waterberg zu den Premium-Parks: Ausländische Erwachsene zahlen 280 N$ pro Tag statt vorher 150, Kinder unter acht Jahren nichts. An der Tankstelle des Camps gab es 2025 Lieferausfälle, tank deshalb in Otjiwarongo.
- Dauer
- eine Nacht, mit Pirschfahrt oder Wanderung auf das Plateau besser zwei
- Kosten
- Parkgebühr 280 N$ pro Tag für ausländische Erwachsene, Pirschfahrt extra (Stand Oktober 2026)
- Wann
- Mai bis November zum Wandern; früh morgens hinauf zum Aussichtspunkt
Unser TippGeh vor dem Frühstück zum Aussichtspunkt hinauf, in einer Dreiviertelstunde bist du oben. Die Pirschfahrt auf das Plateau meldest du gleich bei der Ankunft im Büro an.
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Preise prüfen bei trivagoWaterberg-Plateau: häufige Fragen
Kann man auf dem Waterberg-Plateau selbst fahren?
Auf das Waterberg-Plateau darfst du nicht mit dem eigenen Auto. Hinauf kommst du zu Fuß oder mit einer geführten Pirschfahrt von drei Stunden, die du im Büro des NWR-Camps buchst.
Welche Tiere gibt es auf dem Waterberg-Plateau?
Im Waterberg-Plateau-Park leben wieder angesiedelte Breitmaul- und Spitzmaulnashörner, Büffel, Rappen-, Pferde- und Leierantilopen, Leoparden und Geparde, dazu über 200 Vogelarten.
Was geschah 1904 am Waterberg?
Am 11. August 1904 griffen deutsche Kolonialtruppen die Herero am Waterberg an. Die Herero flohen in die Omaheke, Trotha befahl im Oktober ihre Vernichtung, und rund 80 Prozent der Herero kamen ums Leben. Die Geschichtswissenschaft bezeichnet das als Völkermord.
Wie lange braucht man zum Aussichtspunkt am Waterberg?
Vom Waterberg Rest Camp gehst du rund 45 Minuten direkt hinauf zum Aussichtspunkt am Rand des Plateaus. Am frühen Morgen ist es dort am kühlsten.
