Von Windhoek aus ging es wieder rund 500 Kilometer Richtung Süden. Unser nächstes Ziel war Keetmanshoop. Unterwegs passierte nicht viel. Immerhin war die Straße geteert. Bevor wir in unsere Unterkunft fuhren, besuchten wir noch den Giant's Playground, den Köcherbaumwald und die Farm Gariganus, wo wir gerade rechtzeitig zur Gepardenfütterung ankamen.

Der Giant's Playground, der Spielplatz der Riesen, ist eine Felslandschaft aus großen und kleinen Doleritblöcken. Sie sehen aus, als hätte jemand sie übereinandergestapelt oder damit gespielt, die Riesen eben. Daher wohl der Name. Der Rundgang dauerte etwa eine halbe Stunde, und die Formationen sorgten immer wieder aufs Neue für Staunen und Fragezeichen im Kopf.

Auch den einen oder anderen bunten Gecko bekamen wir zu Gesicht.
Nach dem Rundgang ging es weiter zum Köcherbaumwald. Köcherbäume stehen sonst eher allein, hier wachsen sie gehäuft. Ein Wald, wie wir ihn kennen, ist das nicht. Aber bei 250 bis 300 Bäumen kann man schon von einem Wald sprechen, und seit 1955 ist er ein Nationaldenkmal.


Der Köcherbaum gehört zu den Aloen und kommt nur in Namibia und im Norden Südafrikas vor. Seinen Namen verdankt er den San: Sie höhlten die weichen Zweige aus und nutzten die harte Rinde als Köcher für ihre Pfeile.

Bevor wir die Farm verließen, sahen wir noch, wie die Geparden gefüttert wurden. Beim Fressen durften wir die Katzen kurz streicheln. Herr Nolte, der Inhaber der Farm, erklärte uns, dass sie dabei so abgelenkt sind, dass es in diesem Moment ungefährlich sei. Ein mulmiges Gefühl hatten wir trotzdem.

Dann ging es zur eigentlichen Unterkunft in Keetmanshoop. Dort hatte man uns schon einen Tag früher erwartet, wie wir erfuhren; bei der Buchung hatte ich wohl etwas geschusselt. Herzlich aufgenommen wurden wir trotzdem. Ein kurzer Regenschauer tauchte Keetmanshoop in ein orangerotes Licht, und wir fuhren zum Abendessen.
Heute, Stand Oktober 2026Die B1 von Windhoek nach Keetmanshoop ist heute wie damals durchgehend asphaltiert, 496 Kilometer, für die du fünfeinhalb bis sechseinhalb Stunden rechnest. Auf der Farm Gariganus gibt es inzwischen das Quivertree Forest Rest Camp. Den Eintritt nennen Besucher 2026 mal mit 130, mal mit 250 N$ pro Person, nimm Bargeld mit. Die Gepardenfütterung führen Anbieter weiter als täglich am Nachmittag. Ob sich die Tiere heute noch streicheln lassen, steht nirgends. Keetmanshoop selbst ist gewachsen, beim Zensus 2023 zählte der Ort 27.862 Einwohner.
Unterkünfte in Keetmanshoop
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Schuetzenhaus Guesthouse
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ab 90 €pro Nacht am 23.11.2026
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Wie lange fährt man von Windhoek nach Keetmanshoop?
Von Windhoek nach Keetmanshoop sind es 496 Kilometer auf der durchgehend asphaltierten B1, rund fünfeinhalb bis sechseinhalb Stunden ohne Pausen.
Kann man auf der Farm Gariganus bei Keetmanshoop Geparden sehen?
Auf der Farm Gariganus mit dem Köcherbaumwald werden Geparden gefüttert, nach Angaben von Anbietern täglich am Nachmittag. Eine Uhrzeit nennt keine Quelle, frag am Empfang nach.
Liegen Giant's Playground und Köcherbaumwald nah beieinander?
Ja, beide liegen auf dem Gelände der Farm Gariganus nordöstlich von Keetmanshoop. Den Giant's Playground erkundest du auf einem Rundgang von etwa einer halben Stunde, danach fährst du zum Köcherbaumwald.