Keetmanshoop liegt knapp 500 Kilometer südlich von Windhoek an der B1 und ist Hauptort der Region ǁKaras. Wer zum Fish River Canyon, nach Lüderitz oder über die Grenze nach Südafrika fährt, kommt fast zwangsläufig hier vorbei. Bis zum Canyon sind es 159 Kilometer, bis Upington in Südafrika 475. Beim Zensus 2023 hatte die Stadt 27.862 Einwohner.
- Gründung als Missionsstation
- 1866
- Einwohner, Zensus 2023
- 27.862
- bis Windhoek auf der B1
- 496 km
- bis zum Fish River Canyon
- 159 km
Der Name heißt Keetmans Hoffnung. Johann Keetman, ein deutscher Industrieller, gab der Rheinischen Mission das Geld für eine Station, die am 14. April 1866 gegründet wurde. Er selbst hat den Ort nie gesehen. Die Missionare wollten die Nama bekehren, die hier lebten.

Die Station wuchs, und 1895 entstand eine Kirche aus Stein. 1930 bauten sich die Europäer im Ort eine eigene Kirche, die alte besuchten danach nur noch die Einheimischen. Sie verfiel, bis sie 1978 zum Denkmal erklärt und restauriert wurde. Heute prägt sie auf ihrer kleinen Anhöhe das Stadtbild, und drinnen zeigt eine Ausstellung die Geschichte der Gegend.
Aus der deutschen Kolonialzeit stehen noch einige Bauten, auch wenn die Stadt längst afrikanisch geprägt ist. Am deutlichsten erinnert das Kaiserliche Postamt von 1910 daran. In dem Gebäude sitzt heute die Touristeninformation. Der Bahnhof stammt von 1908.
Für die meisten Reisenden ist Keetmanshoop eine Station vor der Weiterfahrt zum Fish River Canyon oder nach Lüderitz. Ein Spaziergang lohnt trotzdem. Und rund 15 Kilometer nordöstlich warten der Köcherbaumwald und der Giant's Playground, ein Feld aus Felsblöcken, die aussehen, als hätte ein spielender Riese sie aufeinandergestapelt.

Die Menschen rund um Keetmanshoop leben seit der Kolonialzeit vor allem von der Schafzucht. In den trockenen Gebieten setzte sich nach mehreren Versuchen mit eingeführten Tieren das Karakulschaf durch, das mit dem kargen Land gut zurechtkommt. Verarbeitet werden Fleisch und Felle. Von den Lämmern stammten die Persianerfelle, die Anfang des 20. Jahrhunderts für Mäntel begehrt waren. Wer eine Karakulfarm besuchen möchte, fragt im Hotel oder in der Touristeninformation.
Heute, Stand Keetmanshoop ist gewachsen. Beim Zensus 2001 zählte die Stadt 15.778 Einwohner, beim Zensus 2023 waren es 27.862, also fast doppelt so viele wie zu der Zeit, als wir hier übernachtet haben. Der Naute Game Park am Naute-Stausee südwestlich der Stadt zählt seit dem 1. April 2026 zu den Parks mit der niedrigeren Gebühr von 200 N$ pro Erwachsenem und Tag. Und wer 2005 schon hier war, findet im Köcherbaumwald heute ein Rest Camp mit Stellplätzen und Zimmern.
- Dauer
- eine Nacht auf dem Weg nach Süden, mit dem Köcherbaumwald am Abend
- Ab Windhoek
- 496 km, 360 Minuten
Unser TippFahr am Nachmittag erst zum Köcherbaumwald und dann in die Stadt. So siehst du die Bäume im letzten Licht, und Restaurants gibt es in Keetmanshoop auch nach Sonnenuntergang.
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Preise prüfen bei trivagoKeetmanshoop: häufige Fragen
Lohnt sich eine Übernachtung in Keetmanshoop?
Keetmanshoop ist die naheliegende Nacht auf dem Weg von Windhoek zum Fish River Canyon oder nach Lüderitz. Mit dem Köcherbaumwald und dem Giant's Playground rund 15 Kilometer vor der Stadt füllt sich der Nachmittag von selbst.
Wie weit ist Keetmanshoop vom Fish River Canyon entfernt?
Von Keetmanshoop zum Hauptaussichtspunkt des Fish River Canyon bei Hobas sind es 159 Kilometer, davon rund 125 auf Schotter, also zweieinhalb bis drei Stunden.
Woher hat Keetmanshoop seinen Namen?
Keetmanshoop heißt Keetmans Hoffnung, nach dem deutschen Industriellen Johann Keetman. Er bezahlte die Missionsstation der Rheinischen Mission, die 1866 gegründet wurde, und hat den Ort selbst nie besucht.