Rund 35 Kilometer östlich von Swakopmund hat der Swakop sich in die Namib gegraben und ein Gewirr aus kahlen Kämmen und Rinnen hinterlassen. Das ist die Mondlandschaft. Du siehst sie von zwei Aussichtspunkten am Welwitschia Drive, einer Rundstrecke im Norden des Namib-Naukluft-Parks. Die Piste ist mit 13 nummerierten Steinen markiert. Am Ende wartet eine Welwitschie, die über 1.500 Jahre alt sein soll.
- nummerierte Stationen am Welwitschia Drive
- 13
- hin und zurück ab Swakopmund
- rund 160 km
- geschätztes Alter der großen Welwitschie
- über 1.500 Jahre
- Welwitschien auf der Welwitschia-Fläche
- 5.000 bis 6.000
Du verlässt Swakopmund auf der B2 Richtung Windhoek und biegst kurz hinter der Stadt auf die Schotterstraße C28 ab. Ein paar Kilometer weiter zweigt links die D1991 ab, dort beginnt die Route. Hin und zurück fährst du rund 160 Kilometer, etwa vier Stunden mit den Halten. Allrad brauchst du nach einem Bericht von 2026 nicht, Bodenfreiheit schon. Und führt der Swakop nach Regen Wasser, ist die Strecke gesperrt.
Ohne Permit darfst du nicht auf die Piste. Du bekommst es im gelben Gebäude an der Ecke Bismarck Street und Sam Nujoma Avenue in Swakopmund, zusammen mit einer Karte der 13 Stationen. Ob schon der Aussichtspunkt über der Mondlandschaft dazugehört, beschreiben Quellen unterschiedlich. Hol das Permit deshalb immer vorher, am besten am Tag vor der Fahrt.

Flechten, Karrenspuren und ein Lager von 1915
Die ersten Stationen sehen nach nichts aus. An Station 1 und 5 liegen Flechtenfelder im Kies, graue und schwarze Krusten, die wie tote Pflanzenreste wirken. Die Flechten leben von der Feuchtigkeit des Nebels, der nachts von der Küste ins Land zieht. Bleib auf der Piste, denn an Station 3 siehst du, wie lange ein Fehltritt hält: Die Spuren der Ochsenkarren auf dem alten Baaiweg sind Jahrzehnte alt und noch immer nicht zugewachsen.
An Station 2 wachsen Talerbusch und Bleistiftbusch. Station 7 ist ein altes Lager südafrikanischer Truppen, die 1915 im Ersten Weltkrieg hier durchzogen. Rostiges Zeug liegt noch herum. Das größte Stück ist ein Teil der Kette eines Kettenfahrzeugs. Danach folgen Doleritbänder auf den Bergkämmen und im Tal des Swakop Kameldornbäume und Tamarisken, die vom Grundwasser leben.
Die Welwitschie am Ende der Piste
Hinter dem Swakop beginnt die Welwitschia-Fläche. Zwischen Swakop und Khan stehen nach Schätzungen 5.000 bis 6.000 dieser Pflanzen. Eine Welwitschie hat ihr Leben lang nur zwei Blätter. Die Blätter wachsen an der Basis immer weiter, reißen mit den Jahren in Streifen und sehen dann aus wie ein Haufen zerfranster Bänder. Lange hieß es, sie trinke den Nebel über die Blätter. Untersuchungen zeigen aber, dass die Blätter kaum Wasser aufnehmen.
An Station 12 steht die große Welwitschie, eingezäunt, damit niemand auf ihre Wurzeln tritt. Eine Broschüre des Ministeriums schätzte sie um 1990 auf etwa 1.500 Jahre. Das ist eine Schätzung. Radiokarbon ergab bei untersuchten Pflanzen 500 bis 600 Jahre, für die größten wird ein Alter bis 2.000 Jahre hochgerechnet. Benannt ist die Art nach dem Botaniker Friedrich Welwitsch, der sie 1859 in Angola fand. Heute steht sie im Wappen Namibias.
Goanikontes und Zelten am Swakop
Etwa auf halber Strecke liegt die Oase Goanikontes. Ihr Rastlager hat kalte Getränke und einen Pool, und du kannst dort zu Mittag essen oder übernachten. Wer zelten will, findet am Swakop offizielle Stellplätze ohne Wasser und ohne Personal. Das Permit gilt für eine Nacht. Für zwei zahlst du doppelt. Wasser und Proviant nimmst du selbst mit, mindestens zwei Liter pro Person.
- Dauer
- ein halber Tag, etwa vier Stunden für rund 160 Kilometer
- Kosten
- Permit 280 N$ pro Person und 60 N$ pro Fahrzeug, Preise seit 1. April 2026 (Stand Oktober 2026)
- Wann
- morgens, bevor es im Landesinneren heiß wird; nicht, wenn der Swakop nach Regen Wasser führt
Unser TippHol das Permit am Vortag, das Büro hat nach Berichten Montag bis Freitag mit Mittagspause offen, am Wochenende nur vormittags oder gar nicht. Fahr die Stationen in der Reihenfolge der Karte, dann ergeben die Nummern einen Sinn.
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Preise prüfen bei trivagoMondlandschaft und Welwitschia-Drive: häufige Fragen
Braucht man für die Mondlandschaft bei Swakopmund ein Permit?
Für den Welwitschia Drive, an dem die Mondlandschaft liegt, verlangt das namibische Umweltministerium ein Permit aus dem Büro in Swakopmund. Ob schon der Aussichtspunkt dazugehört, beschreiben Quellen unterschiedlich, deshalb hol es vorher.
Kann man den Welwitschia Drive ohne Allrad fahren?
Reisende sind den Welwitschia Drive 2026 nach eigenem Bericht mit einem normalen Wagen mit guter Bodenfreiheit gefahren, einige Foren raten trotzdem zu Allrad. Führt der Swakop nach Regen Wasser, ist die Strecke nicht befahrbar.
Wie alt ist die große Welwitschie am Welwitschia Drive?
Die große Welwitschie am Ende des Welwitschia Drive wird auf etwa 1.500 Jahre geschätzt. Das ist eine Schätzung. Radiokarbon ergab bei untersuchten Welwitschien 500 bis 600 Jahre, für die größten Pflanzen werden bis zu 2.000 Jahre hochgerechnet.
Wie lange dauert der Welwitschia Drive ab Swakopmund?
Der Welwitschia Drive ab Swakopmund ist hin und zurück rund 160 Kilometer lang. Mit den Halten an den 13 Stationen brauchst du etwa vier Stunden.
