Twyfelfontein liegt in einem Seitental im Damaraland, rund 100 Kilometer westlich von Khorixas. An den Hängen liegen Sandsteinplatten, in die Jäger und Sammler und später Hirten Tiere, Fährten und Zeichen geklopft haben. 2007 hat die UNESCO den Ort zum Welterbe erklärt, als erste Stätte in Namibia. Nationaldenkmal ist er schon seit 1952, nachdem Besucher gravierte Steine mitgenommen hatten.
- Gravuren auf 212 Platten, gezählt 1950
- über 2.500
- Welterbe der UNESCO
- 2007
- Nationaldenkmal
- 1952
- Zugang zu den Felsbildern
- nur mit Führer
Eine Zählung von 1950 kam auf über 2.500 Gravuren auf 212 Platten. Heute schätzt man mehr als 5.000 Darstellungen. Die meisten stammen von Jägern und Sammlern der Wilton-Kultur, geometrische und jüngere Bilder werden den Khoikhoi zugeschrieben. Beim Alter gehen die Angaben weit auseinander. Das British Museum ordnet die Stile auf 6.000 bis 1.000 Jahre ein. Für die ältesten Gravuren nennen andere Schätzungen bis zu 10.000 Jahre.
Allein darfst du nicht zu den Platten. Am Besucherzentrum wartest du auf einen Führer, der dich über einen Pfad am Hang führt; seine Begleitung steckt im Eintritt. Besucherzentrum und Zeltplatz betreiben die Besitzer der Lodge gemeinsam mit der Twyfelfontein-Uibasen Conservancy, also mit den Bewohnern der Gegend.

Die bekannteste Platte ist die Löwenplatte. Der Löwe darauf hat statt Pfoten Fährten, als hätte der Graveur zeigen wollen, was man von ihm zuerst sieht: die Spur. Nicht weit davon steht der Tanzende Kudu, nur etwa 20 Zentimeter groß. Und ein Felsen, den der Wind ausgehöhlt hat, heißt Löwenmaul. Seit 2017 haben Forscher westlich am Huab an mindestens 200 weiteren Stellen noch einmal Tausende Felsbilder gefunden.
Den Namen hat das Tal von einem Farmer. Die Damara nannten die Quelle ǀUi-ǁaes, springende Quelle. David Levin ließ sich 1947 hier nieder, und weil die Quelle so unzuverlässig lief, zog ihn ein Freund als „David Twyfelfontein“ auf, David Zweifelquelle. 1948 trug Levin die Farm unter diesem Namen ein. Gravuren in der Gegend hatte der Landvermesser Reinhard Maack schon 1921 gemeldet. 1964 wurden die Farmen aufgegeben.
Verbrannter Berg und Orgelpfeifen
Rund zehn Kilometer südöstlich an der D3254 liegt der Verbrannte Berg. Er ist ein erstarrter Lavastrom von etwa 80 Millionen Jahren, rot, braun, violett und cremefarben, der sich deutlich vom hellen Schiefer ringsum abhebt. Am schönsten leuchten die Farben am späten Nachmittag. Nationaldenkmal ist er seit 1956.
Gegenüber führt ein kurzer Weg in eine kleine Schlucht mit den Orgelpfeifen. Das sind Säulen aus Dolerit, die vier bis fünf Meter hoch aufragen. Den Eingang übersieht man leicht, achte auf einen Stein mit der Aufschrift „OrrelPype“ am Straßenrand.
Eintritt und Geld
Die Gebühren setzt der National Heritage Council jedes Jahr neu fest. Die Führung in Twyfelfontein kostet 270 N$ pro Person, nach der Gebührenordnung im Staatsanzeiger schon seit dem 1. April 2024. Vorher waren es 250 N$. Für Orgelpfeifen und Verbrannten Berg nennt namibian.org 250 N$ (Stand Oktober 2026). Bezahlt wird nach Berichten nur bar, und der nächste Geldautomat steht in Khorixas oder Swakopmund. Das Besucherzentrum hat täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet.
- Dauer
- ein halber Tag mit Verbranntem Berg und Orgelpfeifen
- Kosten
- Führung 270 N$ pro Person, Orgelpfeifen und Verbrannter Berg 250 N$, nur bar (Stand Oktober 2026)
- Wann
- früh am Morgen, bevor die Hitze in die Felsen steigt; Verbrannter Berg am späten Nachmittag
Unser TippHeb in Khorixas oder Swakopmund genug Bargeld für alle drei Stationen ab. Komm kurz nach acht Uhr ans Besucherzentrum, dann gehst du die Runde am Hang noch im Schatten.
Unterkünfte in Twyfelfontein
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Twyfelfontein Adventure Camp
D 3254 90km west of
- Pool
- Parkplatz
- WLAN
ab 212 €pro Nacht am 22.02.2027
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Madisa Camp
D2612 Damaraland
- Pool
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ab 152 €pro Nacht am 23.11.2026
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Twyfelfontein Country Lodge
D3214
- Pool
- Frühstück
- Restaurant
- Parkplatz
ab 326 €pro Nacht am 10.12.2026
Preise prüfen bei trivagoTwyfelfontein: häufige Fragen
Kann man Twyfelfontein ohne Führer besichtigen?
Die Felsgravuren von Twyfelfontein darfst du nur in Begleitung eines Führers vom Besucherzentrum sehen. Die Führung ist im Eintritt enthalten.
Wie alt sind die Felsgravuren von Twyfelfontein?
Das British Museum datiert die Stile der Gravuren von Twyfelfontein auf 6.000 bis 1.000 Jahre. Für die ältesten nennen andere Schätzungen bis zu 10.000 Jahre.
Kann man in Twyfelfontein mit Karte bezahlen?
Nach Berichten von Besuchern nimmt das Besucherzentrum in Twyfelfontein nur Bargeld. Geldautomaten gibt es erst in Khorixas oder Swakopmund.
Was sind die Orgelpfeifen bei Twyfelfontein?
Die Orgelpfeifen sind Säulen aus Dolerit in einer kleinen Schlucht gegenüber dem Verbrannten Berg, rund zehn Kilometer südöstlich von Twyfelfontein. Sie ragen vier bis fünf Meter hoch auf.
