Garub ist eine alte Bahnstation an der B4 zwischen Aus und Lüderitz, nach den meisten Quellen 20 Kilometer westlich von Aus, nach namibian.org 25. Hier kommen die Wildpferde der Namib zum Trinken. Sie sind verwilderte Hauspferde, keine Wildpferde im Sinne der Zoologie, und leben im Namib-Naukluft-Park. Von einem offenen Unterstand über der Tränke kannst du sie beobachten, ohne sie zu stören.
- westlich von Aus, je nach Quelle
- 20 bis 25 km
- Tränke für die Pferde gebaut
- 1980
- Pferde um 2012, vor den Hyänenjahren
- 286
- kommen die Pferde zum Wasser
- alle 2 bis 3 Tage
Woher die Pferde stammen, war lange umstritten. Erzählt wurde von einem Schiffbruch, von Pferden der Schutztruppe und von der Herde auf Schloss Duwisib. 1915 bombardierte ein deutsches Flugzeug ein südafrikanisches Lager bei Garub. Rund 1.700 Pferde flohen in die Wüste. Das Umweltministerium führt die Herde seit 2019 auf das Gestüt Kubub zurück, das Emil Kreplin bei Aus betrieb.
Überlebt haben die Pferde, weil das Gebiet über Jahrzehnte Diamanten-Sperrgebiet war und niemand sie einfing. Und weil es in Garub Wasser gab: Bis 1977 tankten hier Dampfloks. Dann kamen Dieselloks. Die Pumpe stand still, und einige Tiere verdursteten. Jan Coetzer, ein Angestellter der Diamantengesellschaft CDM, setzte sich für sie ein. 1980 bekamen die Pferde Tanks und eine Tränke.
Hyänen, Dürre und Fohlen
Um 2012 lebten bei Garub 286 Pferde. Dann kamen fünf Dürrejahre, und ein Clan Tüpfelhyänen, der sich um 2010 in der Gegend niedergelassen hatte, holte sich ein Fohlen nach dem anderen. Von 2013 bis 2018 überlebte kein einziges. Je nach Zählung blieben 70 bis 74 Tiere.
Anfang 2019 ließ das Ministerium nach öffentlichem Druck mehrere Hyänen entfernen. Danach wuchsen zum ersten Mal seit Jahren wieder Fohlen auf. Im Februar 2020 zählte man 86 Pferde, darunter 15 Fohlen. Ruhig blieb es nicht: 2023 berichtete Africa Geographic, dass die Hyänen wieder Fohlen reißen. Ein Forschungsprojekt zu Hyänen schreibt dagegen, nach guten Regenjahren habe sich der Bestand erholt, weil die Hyänen wieder genug andere Beute finden.
Ein Bericht vom Mai 2025 spricht von weniger als 100 Pferden. Die Tiere gehören dem Staat. In Notzeiten bringt die Namibia Wild Horses Foundation, gegründet 2012, Zufutter.Am Unterstand
Die Abzweigung von der B4 markiert ein kleines braunes Schild „Wild Horses View Point“, und sie ist leicht zu übersehen. Nach etwa 500 Metern Wellblechpiste stehst du am Unterstand: ein Dach, ein paar Bänke, keine Wände. Die Tränke liegt etwas tiefer, ein Trog von rund zwei Metern.
Ob Pferde da sind, ist Glück. Seit Ende der 1980er Jahre hält ein Wildzaun am Ostrand sie in der Nähe von Garub, zum Trinken kommen sie aber nur alle zwei bis drei Tage. Im Sommer halten sie etwa 30 Stunden ohne Wasser aus, im Winter fast drei Tage. Zwischen Wasser und Weide laufen sie 15 bis 20 Kilometer. Manchmal stehen Oryx und Strauße mit an der Tränke.
- Dauer
- eine halbe bis eine Stunde, mit Glück und Geduld länger
- Kosten
- kein Tor und keine Kasse an der Zufahrt, wie Reiseberichte sie beschreiben (Stand Oktober 2026)
- Wann
- ganzjährig; ein Führer nannte 2016 die Zeit zwischen 11 und 16 Uhr als die beste
Unser TippAchte ab Aus auf das kleine braune Schild, viele fahren beim ersten Mal vorbei. Nimm Fernglas, Wasser und einen Hut mit, der Unterstand hat ein Dach, aber keine Wände.
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Preise prüfen bei trivagoWildpferde bei Garub: häufige Fragen
Wie weit ist Garub von Aus entfernt?
Die Wasserstelle der Wildpferde bei Garub liegt an der B4 Richtung Lüderitz, nach den meisten Quellen 20 Kilometer westlich von Aus, nach namibian.org 25. Von der Abzweigung sind es noch etwa 500 Meter Piste bis zum Unterstand.
Woher kommen die Wildpferde von Garub?
Das Umweltministerium führt die Wildpferde von Garub seit 2019 auf das Gestüt Kubub von Emil Kreplin bei Aus zurück. Andere Erklärungen nennen Pferde der Schutztruppe, ein südafrikanisches Lager, das 1915 bombardiert wurde, oder die Herde von Schloss Duwisib.
Wie viele Wildpferde gibt es noch bei Garub?
Um 2012 lebten bei Garub 286 Pferde, nach Jahren mit Dürre und Hyänen waren es nur noch 70 bis 74. Im Februar 2020 zählte man 86 Tiere mit 15 Fohlen, ein Bericht vom Mai 2025 spricht von weniger als 100.
Sieht man die Wildpferde in Garub immer?
Nein, die Wildpferde kommen nur alle zwei bis drei Tage zur Tränke bei Garub. Plan Zeit ein und warte am Unterstand, manchmal kommen auch Oryx und Strauße.
