Der Etosha-Nationalpark im Norden Namibias ist der bekannteste und meistbesuchte Park des Landes. Gegründet wurde er schon 1907. Du fährst hier selbst, ohne Führer, auf Schotterpisten von Wasserloch zu Wasserloch. Elefanten, Löwen, Nashörner und Leoparden kannst du sehen, Büffel nicht, die gibt es in Etosha nicht.
- Gründung als Wildschutzgebiet
- 1907
- Fläche des Parks, je nach Quelle
- 22.270 oder 22.935 km²
- Länge der Etosha-Pfanne
- rund 130 km
- Andersson, Von Lindequist, King Nehale, Galton
- 4 Tore
Im Zentrum liegt die Etosha-Pfanne, eine Senke aus Salz, Ton und Kalk. Sie ist rund 130 Kilometer lang und nach der englischen Wikipedia bis zu 50 Kilometer breit, die alte Seite nannte 70. Der Name kommt aus dem Oshivambo und heißt großer weißer Platz. Wasser steht nur nach sehr starkem Regen darin, und es verdunstet schnell.
Übernachtet wird in den staatlichen Camps im Park, allen voran Okaukuejo, Halali und Namutoni, die du direkt bei NWR buchst. Dazu kommen Onkoshi, Dolomite und Olifantsrus. Außerhalb der Tore stehen viele private Lodges.

Wie der Park entstand und schrumpfte
Um 1880 gab es im Gebiet keine Elefanten mehr, Jäger hatten sie wegen des Elfenbeins ausgerottet. Am 22. März 1907 erklärte Gouverneur Friedrich von Lindequist ein riesiges Gebiet zum Wildschutzgebiet, nach damaliger Rechnung 99.526 Quadratkilometer. Später wurde die Zahl auf etwa 80.000 korrigiert. Der Park schrumpfte danach Schritt für Schritt, vor allem, als zur Zeit der Apartheid Reservate für die einheimische Bevölkerung entstanden. Heute sind es 22.270 Quadratkilometer nach der englischen, 22.935 nach der deutschen Wikipedia.
Die Pfanne war einmal ein großer See. Geologen gehen davon aus, dass auch der Kunene einst in die Senke floss. Als er seinen Lauf änderte, trocknete der See im trockenen Klima langsam aus, und zurück blieben Salze und Mineralien. Die San erzählen es anders. Bei einem Überfall auf ihr Dorf seien alle Männer und Jungen getötet worden, und die Tränen einer Mutter hätten den See gefüllt. Als das Wasser verdunstet war, blieb ihr Salz zurück.
Wasserlöcher rund um die Camps

Die meisten Wasserlöcher liegen am Südrand der Pfanne, manche von Quellen gespeist, manche künstlich angelegt. Rund 30 Kilometer von Okaukuejo liegt der Sprokieswoud, der Märchenwald. Dort wachsen Moringa-Bäume, die aussehen, als stünden sie auf dem Kopf. Nach einer Legende der San hat Gott sie aus seinem Garten geworfen, und sie sind verkehrt herum gelandet.
Südlich von Okaukuejo liegen die künstlichen Wasserstellen Gemsbokvlakte und Ombika, an denen du oft Antilopen siehst, und Olifantsbad, das nicht künstlich angelegt ist. Der Name hält, was er verspricht: Dort wächst Mopane, und die mögen Elefanten. Nördlich des Camps liegt Okondeka. Dort trinken Zebras, Springböcke und Gnus, und weil sie da sind, kommen auch oft Löwen. Am Wasserloch Aus siehst du mit etwas Glück ein Nashorn.

Von Halali aus fährst du zum Etosha Lookout. Von dort reicht der Blick weit über die Pfanne, und an den Wasserstellen in der Nähe sind vor allem Antilopen, Zebras, Gnus und Springböcke unterwegs. Von Namutoni geht es nach Nordosten zur Fischer's Pan und nach Twee Palms. Das ist die Gegend für Vogelbeobachter, mit Flamingos, wenn die Pfanne Wasser hat. Nördlich von Namutoni liegt Tsumcor, wo sich oft Elefanten aufhalten.

Tore, Zeiten und Regeln im Park
Vier Tore führen in den Park. Von Süden kommst du über das Andersson Gate, knapp 18 Kilometer vor Okaukuejo, von Osten über das Von Lindequist Gate, gut zwölf Kilometer vor Namutoni. Im Norden liegt das King Nehale Gate, im Westen das Galton Gate. Am Andersson Gate gibt es eine Veterinärkontrolle. Bei der Einfahrt zeigst du einen Ausweis mit Foto.
Tore und Camptore öffnen mit Sonnenaufgang und schließen mit Sonnenuntergang, die genauen Zeiten wechseln übers Jahr und hängen am Tor aus. Wer nach Toresschluss noch draußen ist, zahlt Strafe. Von Okaukuejo nach Halali sind es rund 70 Kilometer, von Halali nach Namutoni noch einmal so viel, und mit Pausen an den Wasserlöchern brauchst du pro Strecke zwei bis drei Stunden.
Erlaubt sind 60 km/h, aber wer Tiere sehen will, fährt langsamer. Aussteigen darfst du nur in den eingezäunten Camps und an markierten Stellen wie Toiletten und Picknickplätzen. Du bleibst auf den Pisten. Übernachten ist nur in den Camps erlaubt.
Wann sich Etosha lohnt
Tiere sind das ganze Jahr im Park. Von Mai bis September ist es trocken und kühler, nachts unter zehn Grad, tagsüber selten über 30. Von Juli bis Oktober sammeln sich die Tiere an den Wasserlöchern, weil anderswo nichts mehr zu trinken ist. Dann siehst du am meisten. Besonders schön ist eine Nacht in einem Camp mit beleuchtetem Wasserloch, Okaukuejo hat eines.

Heute, Stand Oktober 2026Seit dem 1. April 2026 kostet Etosha als Premium-Park 280 N$ pro ausländischem Erwachsenen und Tag, dazu das Fahrzeug mit 50 oder 60 N$, je nach Quelle. Ob du am Tor zahlst oder im Camp, beschreiben die Quellen unterschiedlich. Der Westen war bis 2014 für Selbstfahrer gesperrt. Seit Februar 2014 sind das Galton Gate und das Camp Olifantsrus offen, Dolomite kam 2010 oder 2011 dazu. Wikipedia nennt heute rund 200.000 Besucher im Jahr, die alte Seite sprach von 130.000. Im August 2026 gab es in keinem Camp in Etosha Sprit; getankt wurde an der Etosha Trading Post vor dem Andersson Gate, in Outjo oder in Tsumeb. Die Hauptstraße zwischen Okaukuejo und Halali wird asphaltiert, im Oktober 2026 liefen Umleitungen über holprige Pisten. Und Etosha liegt im Malariagebiet: Das Auswärtige Amt nennt von September bis Mai ein hohes Risiko und meldet für 2025 und 2026 einen starken Anstieg der Fälle.
- Dauer
- mindestens zwei Nächte, besser drei, von Okaukuejo bis Namutoni
- Kosten
- 280 N$ pro ausländischem Erwachsenen und Tag, Fahrzeug 50 oder 60 N$ (Stand Oktober 2026)
- Wann
- Juli bis Oktober für die meisten Tiere; Mai bis September kühler und trocken
Unser TippTank vor dem Park voll, in Outjo, Tsumeb oder an der Trading Post vor dem Andersson Gate, denn in den Camps gab es im August 2026 keinen Sprit. Und plan die Fahrten zwischen den Camps so, dass du lange vor Sonnenuntergang ankommst.
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Gibt es im Etosha-Nationalpark Büffel?
Nein. Im Etosha-Nationalpark leben Elefanten, Löwen, Nashörner und Leoparden, Büffel kommen dort nicht vor. Die Big Five sind in Etosha also nicht komplett.
Wann öffnen die Tore im Etosha-Nationalpark?
Die Tore des Etosha-Nationalparks und die Tore der Camps öffnen mit Sonnenaufgang und schließen mit Sonnenuntergang. Die genauen Zeiten wechseln übers Jahr, wer zu spät kommt, zahlt Strafe.
Darf man im Etosha-Nationalpark aus dem Auto aussteigen?
Im Etosha-Nationalpark steigst du nur in den eingezäunten Camps und an markierten Stellen wie Toiletten und Picknickplätzen aus. Auf den Pisten bleibst du im Wagen.
Kann man in den Camps im Etosha-Nationalpark tanken?
Im August 2026 gab es in keinem Camp im Etosha-Nationalpark Sprit. Tank vorher in Outjo, Tsumeb oder an der Etosha Trading Post vor dem Andersson Gate.
